Tom de Dorlodot, Gleitschirmfliegen in Peru
Tom de Dorlodot reiste letzten Monat zusammen mit dem Peak Performance Black Light Team nach Peru. Gemeinsam testeten sie neue Ausrüstung und Oberbekleidung und bestiegen einige hohe Gipfel. Doch anstelle mit der Crew abzusteigen, flog Tom mit seinem Gleitschirm ins Tal. Hier seine Story mit Fotos und einem eindrucksvollen Video.
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Ich bin gerade von einer Reise nach Peru zusammen mit Feunden des Black Light Teams nach Hause gekommen. Wir besuchten die Cordillera Blanca und verbrachten dort drei Wochen. Das Ziel dieser Reise bestand darin, neue Ausrüstung und Oberbekleidung zu testen, Berge zu besteigen und von den verschiedenen Gipfeln mit dem Gleitschirm zurück ins Tal zu fliegen. Da ich meinen Gleitschirm alleine auf den Gipfel tragen musste, war es besonders wichtig, leichte Ausrüstung zu verwenden. Von Black Diamond benutzte ich die leichtesten Trekkingstöcke, Klettergurte, Steigeisen, Stirnlampe und Zelt. Des weiteren verwendete ich ein Gleitschirm-Kit mit nur 9 Kilogramm (inklusive Gleitschirm, Rettungsschirm, Helm, GPS und Gurt). Die Expedition war ein Erfolg.
Zuerst bestiegen wir den Vallunaraju (5686 m) und ich konnte vom Gipfel aus ins Tal fliegen. Es war toll, um 8 Uhr morgens zu starten und bereits eine gute halbe Stunde später im Hotel in Huzaraz ein warmes Bad zu nehmen, während sich meine Freunde noch beim Abstieg befanden. Einige Tage später bestiegen wir den Ishinca (5530 m) und auch dort konnte ich starten und ins Tal fliegen. Am letzten Berg, dem Alpamayo (5947 m), war der Gipfel zu steil, sodass ein Start nicht möglich war. Aber auf 5300 m gelang es mir zu starten und war in der Luft. Dies war der beste Flug, denn auf dem Weg nach oben hatte ich mir die Zehen angefroren. Ich hätte gar nicht mehr absteigen können. Jetzt geht es schon wieder besser.
Beim Aufstieg musste ich mich stets mehr plagen als mein Freund, denn ich hatte ja diese zehn extra Kilo zu schleppen. Aber für den Genuss, von diesen tollen Bergen ins Tal fliegen zu können, hat sich das gelohnt. Es war super, meine gesamte Ausrüstung zu testen, da ich mich auf einen sehr ausgedehnten „Biwakflug" in Pakistan vorbereite. Nächste Woche bereits werde ich für 50 Tage ins Karakorum reisen. Die Idee ist, 700 km durch den Himalaya bis zum K2 zu fliegen. Dort wollen wir bis zum Concordia-Gletscher fliegen und im K2-Basislager landen. Mein Freund und ich wollen uns entweder zu Fuss oder mit dem Gleitschirm fortbewegen. Vier Wochen lang werden wir gute Startplätze suchen, Einheimische treffen, so hoch und so weit wie möglich fliegen, in den Bergen biwakieren, wandern und so weiter. Wir erwarten perfekte Flugbedingungen, da Pakistan wahrscheinlich zu den besten Orten der Welt gehört, um Gleitschirm zu fliegen. Letztes Jahr verbrachten wir einen Monat in der Nähe des Nanga Parbat (ebenfalls in Pakistan), um neue Höhenrekorde aufzustellen. Mein Freund flog auf 7800 Metter und ich stieg in einem sehr starken thermischen Auftrieb in weniger als zehn Minuten von 3600 auf 6626 Meter auf (ohne Sauerstoff)... Dieses Mal möchten wir uns an die 8000 Meter annähern und unseren Höhenweltrekord erneut brechen.
Schauen wir mal, was passiert. Vieleicht kann ich einige schöne Bilder vom K2 von oben senden, wenn ich in zwei Monaten wieder zurückkomme... Bleibt am Ball,
Blue Sky und sanfte Landungen,
Tom de Dorlodot.









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