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28. Jul. 2010, 12:00 Uhr

Black Diamond-Athlet Sam Elias berichtet von seiner Kletterreise in die Türkei

Black Diamond-Athlet und technischer Mitarbeiter Sam Elias kehrte unlängst von einer aufregenden Europa-Tour zurück. Diese Tour umfasste u.a. einen einmonatigen Klettertrip in die Türkei, zusammen mit einem Kletterer-, Film- und Fototeam sowie den Black Diamond-Teamkollegen Renan Ozturk und Yuji Hirayama. Nachfolgend der Bericht mit einigen Fotos und Videos.


sam

Den Monat April habe ich in der Türkei verbracht. Wir befanden uns auf einer von The North Face gesponserten Expedition, um Klettergebiete ausfindig zu machen und eine Geschichte darüber zu verfassen. Mit von der Partie waren Emily Harrington, Daniel Woods, Renan Ozturk, Jimmy Chin und Boone Speed. Alles Kletterer aus den USA. Außerdem begleiteten uns Eneko Pou aus dem spanischen Baskenland, James Pearson aus Grossbritannien und zu guter Letzt Yuji Hirayama aus Japan. Jede Person leistete auf ihre Weise einen anderen und besonderen Beitrag. Jede einzelne Person ist unglaublich talentiert und inspirierend, zum einen natürlich als Kletterer, aber wichtiger noch, einfach als Mensch.

Wir hatten natürlich einen Auftrag. Der bestand hauptsächlich darin, türkische Klettergebiete und die türkische Kultur zu erforschen und unsere Erfahrungen mit der Welt zu teilen. Ein wichtiger Aspekt unseres Besuchs war die Begehung einiger der schwersten Routen des Landes. Ausserdem wollten wir selbst einige Routen einrichten. Dieser Monat war bestimmt durch langsame und gleichförmige Tagesabläufe, sowie durch viel Klettern. Unsere Basis war das Klettercamp Jo.Si.To in der Nähe von Geyikbayiri im südwestlichen Teil des Landes. Das Camp befindet sich ca. 40 Minuten westlich von Antalya, einer der grössten Städte des Landes, und die Stadt, in die wir alle eingeflogen sind. Wir waren uns stets der Gründe für diese Reise bewusst, wir hatten unsere Ziele und nahmen unseren Auftrag ernst. Ich habe ungefähr 25 von meinen 30 Tagen dem Einbohren/Klettern gewidmet. Die erschlossenen Sportklettergebiete des Landes sind von höchster Qualität und nicht mehr als eine Stunde von hier entfernt. Viele davon können vom Jo.Si.To Camp aus zu Fuss erreicht werden. Nachdem wir am ersten Morgen aus unserem Jetlag-Schlaf erwacht waren und die ganzen Felsen um uns herum bestaunten, waren meine Kollegen und ich hochmotiviert, hier zu klettern und zu erschliessen. Insgesamt kletterten wir viele der absolut schwersten Routen, inklusive einer zweiten Begehung der schwersten Route des Landes von Yuji. Emily gelangen viele erste Frauenbegehungen. Wir richteten drei neue Sportkletterrouten ein. Zwei davon sind von mir, die ich auch erstbegangen habe. An dem Tag, an dem wir uns für's Deep Water Soloing entschieden, hätten wir noch andere Erstbegehungen realisieren können. Wir drehten acht tolle und inspirierende kurze Videoclips und machten viele atemberaubende Fotoaufnahmen, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Renan, Jimmy und Boone. Wir lernten viele Leute kennen, Kletterurlauber und Einheimische, und hinterliessen ca. 100 Bolts für neue Routen sowie 100 Expressschlingen, um die beliebtesten Routen dauerhaft zu bestücken, dazu noch zwei Seile und andere Ausrüstung.

Hier die Links zu den einzelnen Videos:


FREE RANGE TURKEY_dispatch #1: http://vimeo.com/10648652
FREE RANGE TURKEY_dispatch #2: http://vimeo.com/10742810
FREE RANGE TURKEY_dispatch #3: http://vimeo.com/10838172
FREE RANGE TURKEY_dispatch #4: http://vimeo.com/10990165
FREE RANGE TURKEY_dispatch #5: http://vimeo.com/11118164
FREE RANGE TURKEY_dispatch #6: http://vimeo.com/11211330
FREE RANGE TURKEY_dispatch #7: http://vimeo.com/11457185
FREE RANGE TURKEY_dispatch #8: http://vimeo.com/11649391


Sofort im Anschluss an den angenehmen und gemächlichen Klettermonat in der Türkei verbrachte ich sechs rasante Wochen auf Tour durch Mitteleuropa. Hier erlebte ich einen komplett anderen Reise- und Lebensstil. Wir befanden uns ständig in Bewegung, wir sahen und unternahmen so viel, dass ich erst jetzt beginne, das Erlebte zu verarbeiten, nachdem ich schon fast zwei Wochen wieder zuhause bin. Wenn du regelmässig im BD Journal vorbeischaust, wirst du bald einen Bericht zu diesem Teil der Reise finden - "Teil 2: Europa-Roadtrip".

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