VIDEO Nr. 2: BD-Athlet Drew Stoecklein auf seiner Summit-to-Sea Expedition in der Brooks Range, Alaska
Black Diamond-Athlet Drew Stoecklein, Griffin Post, Andre Sommer und Anthony Bonello unternehmen gemeinsam eine vierwöchige Expedition in der Brooks Range, Alaska. Das Ziel: Gipfel zu finden, die noch keine Skiabfahrt gesehen haben und dann viele Hundert Kilometer in die Chuki See zu raften.
Das nachfolgende Video ist das zweite einer dreiteiligen Serie.
Das erste Video findest du unter hier klicken.
Die Idee ist einfach. Folge einer Schneeflocke von einem hohen Gipfel aus Tausende von Metern über raues Gelände hinweg ins Tal und immer weiter bis zum Ozean. Die richtige Umsetzung dieser Idee ist jedoch gar nicht so einfach. Du braucht Gipfel, die noch nie bestiegen wurden, Abfahrten, die noch kein Ski berührt hat, Canyons ohne Pfade und Flüsse ohne Brücken oder Strassen. Diese Reise soll fernab der Zivilisation stattfinden; im Grunde genommen suchen wir denselben Weg, den diese Schneeflocken schon seit Millionen von Jahren zurückgelegt haben.
Im Mai brach ich zusammen mit einem Team Abenteurer auf, um unberührte Skiabfahrten an Berggipfeln zu finden, die den Oberlauf des Noatak River im Brooks Range, Alaska, säumen, und um anschliessend etwa 640 km zum Ozean zu paddeln. Der Noatak gehört zu den wildesten Flüssen der Erde. Er kreuzt den Migrationsweg einer Western Arctic Caribou-Herde mit 500.000 Tieren. Sein gesamtes Wassereinzugsgebiet steht unter dem Schutz des Noatak National Preserve sowie des Arctic National Park. Gemeinsam umfassen diese Naturschutzgebiete etwa die Fläche von Slowenien. Hier leben wilde Tiere wie Füchse, Wölfe und Grizzlybären. Nur ein paar Abenteurer betreten dieses Gebiet pro Jahr, ganz zu schweigen von Skifahrern oder Snowboardern. Wir fliegen Ende Mai mit einem Buschflugzeug zum Flussoberlauf, während dort noch Schnee liegt, um möglichst viele Abfahrten abzuklappern. Hierfür wollen wir uns ca. 16 bis 20 Tage Zeit nehmen. Paddeln und Skifahren an Tagen mit 24 Sonnenstunden wird uns schliesslich zur Chuki Sea nördlich von Nome bringen. Von dort aus fliegen wir nach Anchorage zurück. Die Gefahren: Eisschollen auf dem Fluss, Lawinen und hungrige Grizzlybären, die gerade aus dem Winterschlaf erwacht sind. Die Belohnung: riesige Bergwände, Karibuherden mit tausenden von Tieren und totale
Einsamkeit in einem der entlegensten Gebieten der Erde. Was ungestörte Abenteuer angeht, gibt es möglicherweise keine bessere Reise wie diese.
- Drew Stoecklein

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