Black Diamond-Athlet Paul Robinson berichtet aus den Rocklands, Südafrika
Der Black Diamond-Athlet Paul Robinson befindet sich auf einem ausgedehnten Roadtrip auf der Suche nach den härtesten Boulderproblemen der Welt. Die erste Etappe dieser Weltreise sind die berühmten Rocklands in Südafrika. Nachfolgend Pauls Bericht sowie in Foto von Black Eagle, einem Boulderproblem von Fred Nicole, bei dem einige wichtige Griffe gebrochen sind und das Paul nun als V14 neu begangen hat.
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Die Suche geht weiter, hier in den Rocklands, Südafrika. Nachdem ich bereits ein Mal in den Rocklands war, hatte ich die meisten der klassischen harten Probleme bereits abkassiert, so dass ich auf diesem Trip die Randgebiete von den Rocklands erkunden wollte. Die Hauptgebiete der Rocklands liegen alle innerhalb weniger Kilometer entlang der Strasse. Die Felsen erstrecken sich jedoch weit über den Horizont hinaus und es sind immer noch grosse Bereiche unerforscht. Die Rocklands sind wahrscheinlich eines der grossflächigsten Bouldergebiete der Welt und das nächste unglaublich tolle 5-Sterne-Problem kann sich stets aufs Neue hinter dem nächsten Hügel befinden.
Ich bin nun seit dreieinhalb Wochen hier. Die Kletterei ist absolut fantastisch und unsere Erkundungsausflüge finden kein Ende. Bis jetzt konnte ich einige klassische Boulder wie Derailed (V14), The Vice (V13), Jungle Bar (V12) und andere wiederholen. Aber am besten haben mir natürlich die Erstbegehungen gefallen, die mir hier gelungen sind. Drei waren es bis jetzt, und jedes einzelne Problem für sich war wie eine fantastische Reise. Das erste Problem war ein alternativer Start zu einer bereits bestehenden V9 mit dem Namen Pinch of Herbs. Ich fügte einen Sitzstart mit drei genialen Zügen und hohen Schwierigkeiten hinzu. Diese Linie nannte ich Herby mit einer Bewertung von V11, später auch auf Video zu sehen - bleibt also am Ball! Das zweite Problem war das härteste. Vor einigen Jahren kletterte Fred Nicole einen faszinierenden Überhang auf dem Gipfel dieses Hügels und nannte ihn Black Eagle. Inzwischen sind viele Griffe gebrochen und die Linie wurde schnell wieder zu einem Projekt. Ich konnte mir vorstellen, wie das Problem zu knacken war, und war supermotiviert, daran zu arbeiten. Die Schlüsselstelle bestand aus einem schwierigen Heelhook und einem sehr weiten Zug mit der rechten Hand. Nach drei Tagen hatte ich Heelhook endlich drauf und konnte den Boulder klettern. Die Bewertung liegt nun bei V14 und es war eine grossartige Erstbegehung für mich!
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Das letzte Projekt war ein ausladendes Dach, welches mich stark an Slashface in Hueco Tanks, Texas, in den USA erinnerte. Der Fels war perfekt und musste in keinster Weise gesäubert werden, bevor wir begannen, an dem Problem zu arbeiten. In nur einer halben Stunde gelang mir eine Variante aus dem Stehen. Ich nannte sie La Grotte Magnifique, da ich mit meinen französischen Freunden, mit denen wir auf dieser Reise viel zusammen klettern, die französische Sprache übe. Dieser Start erhielt die Bewertung V11. Der Sitzstart blieb ungeklettert. Ich konnte zwar die meisten der Züge klettern, aber die gesamte Linie ist echt hart und spielt sich wahrscheinlich im Bereich V15 ab. Ich kann es gar nicht erwarten zurückzukehren und weiter an diesem Problem zu arbeiten!
Leider habe ich nun ein Loch in meinem Daumen und einen Cut an einem anderen Finger. Das zwingt mich nun, ein paar Ruhetage zum Ausheilen einzulegen, bevor ich weiterklettern kann. Es bleiben mir noch vier Wochen hier in den Rocklands und es gibt noch so viele tolle Boulder, dass ich es fast nicht erwarten kann, wieder zu den Blöcken zu kommen. Ich war schon ganz nah dran, das bisher ohne zweite Begehung gebliebene Problem Monkey Wedding (V15) zu wiederholen. Dann bleibt noch der Sitzstart von La Grotte Magnifique als Projekt. Es gibt einfach soooo viel zu tun hier und ich bin total happy, mit guten Freunden und tollem Wetter hier zu sein. Schaut regelmässig nach Updates im BD Journal, denn meine kaputte Haut ist bald wieder so gut wie neu!
- Paul Robinson



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